Unternehmensgeschichte
Carl Warnecke, ein Mitarbeiter der Helios AG gründet sein eigenes Geschäft für Elektroinstallationen in Köln-Ehrenfeld.
Bernhard Günther, 1906 in Koblenz geboren, geht nach seiner Gesellenprüfung als Elektroinstallateur auf Wanderschaft. Der Weg führt Ihn von Helgoland, durch Süddeutschland bis nach Neapel und Rom.
Der wandernde Handwerker Bernhard Günther lässt sich in Köln im Kolpinghaus Breite Straße nieder und arbeitet für den Stromversorger GEW AG. Er übernimmt den Vorsitz der Elektrofachabteilung der Kolpingfamilie Köln-Zentral, wie auch den Vorsitz des Windhorstbundes der Zentrumspartei in Köln.
1933/39: GEW Werke werden politisch gleichgeschaltet. Denunziationen gegen Andersdenkende nehmen zu. Bernhard Günther findet seinen positiven Ausweg, indem er sich selbstständig macht und am 2. Mai 1939 den Betrieb von Carl Warnecke übernimmt.
Der Installationsbetrieb in der Venloer Straße 194 wird bei Luftangriffen zerstört. Ausweichquartiere findet er in der Piusstraße und Venloer Str. 46. Nach erneuter Zerstörung kann er seinen Betrieb nach Oberpleis auslagern.
Während des Hausarrestes von Konrad Adenauer in Rhöndorf erfüllt Bernhard Günther für den ehemaligen Oberbürgermeister von Köln Kurierdienste. Fingierte Aufträge an die Firma Günther ermöglichen Adenauer den Kontakt zu seinen politischen Freunden.
Der Handwerksbetrieb Günther kehrt im Juni wieder nach Köln zurück und beginnt seine Tätigkeit im Trümmergrundstück Venloer Str. 48. Bernhard Günther wird einen Monat später Präsident der Handwerkskammer zu Köln. Durch Konrad Adenauer wird er in den ersten Nachkriegs-Stadtrat von Köln berufen.
Bernhard Günther wird Abgeordneter des Bundestages der Bundesrepublik Deutschland, dem er bis 1965 angehören wird.
ab 1949: Margarete Günther, Johanna Günther, Ursula Kawaleck, geb. Günther, Friedrich Schmitz und Wienand Marx übernehmen in der Folgezeit die Leitung des Unternehmens und vertreten Bernhard Günther, der seine parlamentarischen Aufgaben mit begeistertem Einsatz für das Handwerk und die europäische Integration erfüllt.
Das Unternehmen beteiligt sich an der ersten Haushaltsmesse nach dem Krieg.
Der Installationsbetrieb Günther zieht in der Venloer Str. 46-48 um.
Das neue Kölner Opernhaus, an dessen Bau das Elektrohaus Bernhard Günther beteiligt war, wird eingeweiht.
Heribert Günther beginnt die Lehre zum Elektroinstallateur im elterlichen Betrieb. Fünf Jahre später nimmt er das Studium der Elektrotechnik auf.
Ein weiteres Großprojekt wird fertiggestellt: Die Schweizer Ladenstadt an der Breite Straße wird eröffnet.
Erweiterung der Firma: Technisches Büro, Lager und Kundendienstfahrzeuge erhalten ihren Platz in der Franz-Hitze-Straße 3.
Die Firma Günther wird in die Elektrohaus Bernhard Günther Kommanditgesellschaft umgewandelt. Dipl.-Ing. Heribert Günther Planung wird Komplementär.
Das Ingenieurbüro für Elektrotechnik-HGP-Heribert Günther Planung wird gegründet.
Bernhard Günther verstirbt im Alter von 75 Jahren.
Die unternehmenseigene Ausbildungswerkstatt wird eingerichtet.
Das Elektrohaus Bernhard Günther führt ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell ein.
Das Elektrohaus Bernhard Günther gründet mit anderen Firmen die Handwerkerallianz: Die Hand-in-Handwerker GmbH - „Bauen und Renovieren mit Begeisterung!“
Heribert Günther wird Obermeister der Elektroinnung Köln und stellvertretender Kreishandwerksmeister
100 Jahrfeier
Umzug in neue Geschäftsräume im Hofgelände F H S 3/VS 46 in Zusammenhang mit Lehrwerkstatt, Ingenieurbüro und Lager.

